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Fragst du dich auch was diese Resilienz ist von der immer mehr Menschen sprechen? Oder kennst du dich schon ganz gut mit dem Thema aus und für dich ist Resilienz nichts Neues?

So oder so, lass mich dir meine Definition von Resilienz und meine Antwort auf die Frage „Brauche ich das?“ geben.

Was ist Resilienz?

Resilienz ist eine innere Widerstandskraft, die unsere Seele, unseren Körper und unseren Geist schützt. Sie befähigt uns Krisensituationen standzuhalten, bewahrt uns vor Stress und erhält unsere Gesundheit.

Welche Ursache hat Stress denn eigentlich?

Täglich umgeben uns unendliche viele Umweltreize. Unsere Erfahrungen, unsere Interessen und unsere aktuellen Prioritäten entscheiden darüber, welche Reize wir überhaupt wahrnehmen. Zwei Menschen, die nebeneinander stehen und die gleiche Szene beobachten werden diese Situation vollkommen unterschiedlich wahrnehmen und bewerten.

Vielleicht kennst du das: Du wünscht dir nichts sehnlicher als schwanger zu werden oder bist vielleicht gerade schwanger und plötzlich siehst du nur noch schwangere Frauen um dich herum. Sehr wahrscheinlich sind gerade aber nicht mehr Frauen als üblich schwanger, sondern sie fallen dir nur mehr auf, weil dein aktueller Fokus genau beim Thema Schwangerschaft liegt.

Ein weiteres Beispiel: Du beabsichtigst oder hast dir ein neues blaues Auto von der Marke XY gekauft und zack – siehst du ständig genau dieses Auto.

Unser Wahrnehmungsfilter ist ganz entscheidend dafür, welche Reize überhaupt bei uns ankommen. Wir bewerten automatisch, ob dieser Reiz positiv ist, eher irrelevant oder vielleicht sogar gefährlich.

Klassifizierung der „gefährlichen Situation“

Im nächsten Schritt wird die „gefährliche Situation“ entweder als Herausforderung, Bedrohung oder als Verlust bewertet. Viel entscheidender ist aber, ob wir uns zutrauen mit dieser Situation fertig zu werden. Wir überprüfen unbewusst, ob wir über ausreichende Ressourcen zur Bewältigung der Situation verfügen oder nicht. Wenn wir uns vertrauen und uns gut zu helfen wissen, sind auch Herausforderungen im Leben kein großes Problem. Dieser Punkt ist entscheidend, ob wir Stress erleben.

Wenn wir uns nicht zutrauen, die Situation zu bewältigen und uns hilflos fühlen, empfinden wir Stress.

Bewältigungsstrategien

Wenn wir eine Situation als stressauslösend empfinden, versuchen wir sofort etwas dagegen zu tun. Meistens überlegen wir, wie wir die Situation verändern oder überwinden können. Wir lesen Bücher, beschaffen uns Informationen aus dem Internet, fragen einen Freund um Rat oder holen uns professionelle Unterstützung.

Manchmal versuchen wir auch unsere Einstellung zu der Situation zu verändern, indem wir versuchen unsere emotionale Erregung abzubauen und positiv an die Bewältigung der Aufgabe ran zu gehen.

Leider kann es auch passieren, dass wir unangebrachte Stressbewältigungsstrategien anwenden. Manche entwickeln eine regelrechte Arbeitswut und geraten in eine Hyperaktivität. Daraus resultiert eine mangelnde Selbstfürsorge. Wir finden keine Zeit mehr für uns selber, keine Zeit mehr zur Entspannung und keine Zeit mehr gesund zu essen. Stattdessen halten wir uns mit Fast Food und Tiefkühlkost über Wasser. Manche steigern in so einer Phase auch ihren Koffein-, Nikotin- oder Alkoholkonsum oder greifen zu weiteren Drogen.

Welche Folgen hat ständiger Stress?

Stress ist wie ein Raubtier

Häufiger Stress lässt sich mit der Begegnung eines Raubtieres vergleichen. Der Sympathikus im vegetativen Nervensystem wird aktiviert, sodass kurzzeitig viel Energie frei gesetzt wird, um überleben zu können. Die ganze Energie des Körpers wird für eine mögliche Flucht oder einen Kampf frei gesetzt. Dadurch werden zwangsläufig die anderen Funktionen des Körpers heruntergefahren. Der Stoffwechsel wird lahmgelegt, eine regelmäßige Verdauung bleibt aus, der Puls steigt, die Atmung wird schnell und flach, der Körper übersäuert, wodurch die Zellaktivität reduziert wird.

Unsere Immunität sinkt und schwere psychische und physische Beschwerden, wie zum Beispiel Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Schafstörungen, chronische Kopf- und Rückenschmerzen, erhöhte Schmerzsensibilität, Angststörungen, Depressionen, Herzinfarkte, Diabetes, Abgeschlagenheit und sogar Krebserkrankungen werden begünstigt. Dauerstress kann zu einem totalen Zusammenbruch des physischen und psychischen Systems bis hin zum Tod führen.

Und wozu ist jetzt Resilienz wichtig?

Wenn wir über ausreichend Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein verfügen und lernen unsere Gedanken in eine positive Richtung zu lenken, werden wir immer weniger Situation überhaupt als stressauslösend erleben. Und falls wir doch mal Stress empfinden, hilft uns unser Selbstvertrauen schnell wieder aus dieser Situation herausfinden. Da Stress meist in Krankheiten unterschiedlicher Art endet, bewahrt uns eine gute Resilienz gesund zu bleiben und ein zufriedenes Leben zu führen.

Wie werde ich resilienter?

Durch Yoga! Damit meine ich nicht nur die Asanas, sondern besonders die gezielte, bewusste Atmung, die Mediation, Zeit für Entspannung und auch eine gesunde Ernährung für unseren Körper. Auch ausreichend Bewegung an der frischen Luft, ausreichender Schlaf und soziale Kontakte fördern unsere Resilienz.

Janika im Baum vorm Leuchtturm